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Bild: Henning Angerer

Fraktion aktuell - Februar 2026

Liebe Freund:innen, liebe Interessierte,

Wir leben in einer Zeit, in der Lautstärke oft mit Stärke verwechselt wird und Egoismus mit Freiheit. Doch eine Gesellschaft funktioniert nicht, wenn jede:r nur sich selbst sieht. Sie funktioniert, wenn wir einander sehen.

Wir kämpfen für euch in Bergedorf für eine nachhaltigere und menschlichere Kommunalpolitik. Für eine Politik, die Anteilnahme ernst meint und Teilhabe auch denen ermöglicht, die sonst nicht oder nur wenig vertreten sind. Beispielhaft dafür steht unser Einsatz für die Einsetzung des Integrationsbeirats als ein Beratungsgremium der Bergedorfer Bezirksversammlung.

Natürlich bedeutet das auch, dass wir für politische Gegner und Mitbewerber:innen gelegentlich unbequem sind. Dass wir streiten. Dass wir widersprechen. Dass wir Widerstand überwinden und leere Argumente stellen müssen. Das nehmen wir als eure Vertreter:innen auf uns. Zugleich bedeutet es auch, dass wir uns in der Zwischenzeit weiterbilden, dazulernen und unsere eigene Resilienz stärken müssen. Um durchzuhalten. Um aus den Zitronen die wir kriegen, immer die beste Zitronenlimonade machen zu können.

Denn wir wissen, Veränderung entsteht nicht durch Bequemlichkeit, sondern durch Haltung. Und genau dafür stehen wir. Klar, solidarisch und beharrlich.

In diesem Newsletter möchten wir euch daher zeigen, was wir in den vergangenen Wochen bewegt haben.

Lenka & Nils 🌻

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Bild: Henning Angerer
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Bild: Henning Angerer

Rathaus konkret - Das Wichtigste für euch aus der Bezirksversammlung

Klimaneutralität 2040, Schutz vor Hass und Gewalt und konkrete Verbesserungen prägten die vergangene Bezirksversammlung. Wir GRÜNE Bergedorf setzen uns dafür ein, dass Klimaschutz und Lebensqualität im Alltag spürbar vorankommen.

In der Aktuellen Stunde haben wir klargemacht, dass Wärme und Verkehrswende jetzt entschlossen umgesetzt, Erneuerbare ausgebaut und Klimapolitik verbindlich verankert werden müssen. Gleichzeitig fragen wir nach klaren Strukturen gegen Rassismus und Antisemitismus in Bergedorf, von Beratung über Monitoring bis Prävention.

Auch weitere Themen standen auf der Agenda. Wir wollen wissen, wie es um die Renaturierung der Schulenbrooksbek steht, setzen uns für mehr und bessere Fahrradstellplätze am Bahnhof Bergedorf ein und wollen die Finanzierung des Vier- und Marschländer Erntedankumzugs dauerhaft absichern, damit diese wichtige Tradition erhalten bleibt.

Bild: unsplash.com

Mehr Platz fürs Rad am Bahnhof Bergedorf

Wer sein Fahrrad am Bahnhof Bergedorf abstellen möchte, kennt das Problem. Zu bestimmten Tageszeiten ist kaum noch ein kostenloser und sicherer Platz zu finden. Immer mehr Menschen steigen auf das Rad um, und der Bedarf am Bahnhof wächst spürbar. Bürgerinnen und Bürger haben uns darauf aufmerksam gemacht, und wir nehmen dieses Anliegen sehr ernst.

Fabio Detmer erläuterte als verkehrspolitischer Sprecher, dass wir bereits im April 2024 einen Antrag für bessere Abstellmöglichkeiten eingebracht haben, der damals einstimmig angenommen wurde. Passiert ist seitdem leider nichts. Deshalb haben wir gemeinsam mit CDU und SPD in der letzten Bezirksversammlung erneut nachgehakt und einen neuen Antrag eingebracht, um endlich Bewegung in die Sache zu bringen.

Diesmal rücken wir doppelstöckige Anlagen in den Fokus, wie es sie bereits an der S-Bahn-Station Nettelnburg gibt. Das Prinzip überzeugt durch deutlich mehr Stellplätze, ohne zusätzliche Fläche zu beanspruchen.

Ausdrücklich einbezogen werden sollen außerdem Lastenräder, denn immer mehr Menschen sind damit unterwegs und benötigen entsprechend großzügigere Stellflächen.

Wir erwarten nun, dass das Bezirksamt und unsere Grüne Behörde für Verkehr und Mobilitätswende endlich handeln und die Situation am Bahnhof konkret verbessern.

Doch damit nicht genug. In der nächsten Bezirksversammlung werden wir einen weiteren Vorstoß für eine bessere Radinfrastruktur im gesamten Bezirk unternehmen. Denn neben gut ausgebauten Radwegen braucht es auch genügend sichere Stellplätze überall in Bergedorf, und nicht nur am Bahnhof.

👉 zum Antrag
Bild: Henning Angerer

Aktuelle Stunde: Bergedorf auf dem Weg zur Klimaneutralität 2040

In der Aktuellen Stunde der Bezirksversammlung machte unser Fraktionsvorsitzender Nils Potthast klar: Klimaneutralität 2040 passiert nicht von allein und betonte, dass wir die Zukunft sauberer Energien aktiv gestalten müssen. Klimaschutz ist mehr als Umweltpolitik: Er ist Freiheits- und Friedenspolitik und stärkt unsere Souveränität. Gerade Bergedorf kann zeigen, wie das geht, weil hier Wissenschaft, Handwerk und Innovationsgeist zusammenkommen.

Damit aus Zielen Wirkung wird, braucht das neue Klimaschutzkonzept für Bergedorf eine verbindliche Verankerung in allen Fachämtern. Und weil Extremwetter längst Realität ist, müssen wir auch bei der Klimafolgenanpassung schneller werden.

Ein Schwerpunkt ist die Wärmewende: Bis Mitte 2026 soll die kommunale Wärmeplanung abgeschlossen sein. Studien zeigen, dass 84 Prozent der Gebäude in Bergedorf bereits heute mit Wärmepumpen versorgt werden könnten. Wärmepumpenleasing und Kooperationen mit dem Handwerk können den Umstieg erleichtern, wichtig ist eine sozial gerechte Ausgestaltung.

Genauso wichtig ist der Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort: Windkraft in den Vier- und Marschlanden sowie mehr Solaranlagen auf Dächern und Gewerbehallen. Ein neues Bürger:innenenergiegesetz soll dazu Bergedorfer:innen Beteiligung und Teilhabe an Gewinnen ermöglichen.

Auch im Verkehr brauchen wir mehr Tempo durch einen starken ÖPNV, On Demand Angebote, sichere Radwege und die Elektrifizierung von PKWs. 

Seit Januar 2026 gilt zudem das Klimaschutzverbesserungsgesetz in Hamburg und macht Klimapolitik verbindlicher. Klimaneutralität 2040 ist vor dem Hintergrund des aktuellen Weltgeschehens nicht nur ein ökologisches Ziel sondern ein Upgrade für Sicherheit, Wohlstand und Souveränität.

Was bewegt Bergedorf?

Bild: Henning Angerer

Gemeinsam durch die stärksten Schneefälle seit 15 Jahren

Seit Anfang des Jahres begleiten uns intensive Winterwochen. So viel Schnee und Eis hat Hamburg seit 15 Jahren nicht erlebt.

Die Stadtreinigung war mit Personal und Gerät rund um die Uhr im Einsatz und hat Enormes geleistet. Dafür gilt unser aufrichtiger Dank, ebenso Feuerwehr, Polizei, Bus und Taxifahrer:innen, den Gesundheitsdiensten und allen, die unsere Stadt am Laufen halten. Auch viele Anlieger:innen Räumen zuverlässig ihre Gehwege.

Hamburg hält Maschinen und Personal für durchschnittliche Winter vor, um Gebühren stabil zu halten. In einer Ausnahmelage wie dieser mussten Prioritäten gesetzt werden: ÖPNV, Hauptverkehrsachsen und Wirtschaftsverkehr zuerst. Es ist schlicht nicht möglich, alle Nebenstraßen sowie Rad und Fußwege gleichzeitig zu räumen. Gerade für ältere Menschen, mobilitätseingeschränkte Personen und Radfahrende sind es dennoch besonders schwierige Tage.

Dieses Extremwetter zeigt, wie komplex die Klimakrise ist: Klimawandel bedeutet nicht nur mehr Hitze, sondern mehr Extreme. Veränderte Strömungen können den Polarwirbel schwächen, sodass arktische Kaltluft bis nach Mitteleuropa vordringt. Unterm Strich gilt: Je stärker wir das Klima aufheizen, desto wahrscheinlicher werden ungewöhnliche Wetterlagen, von Hitzewellen bis zu Kälte und Schnee.

Konstruktive Kritik bleibt wichtig. Wo können Abläufe verbessert werden? Wie unterstützen wir besonders verletzliche Gruppen noch gezielter? Und auch wir alle tragen Verantwortung: mit winterfester Ausrüstung, Rücksicht und Solidarität.

Bild: Miguel Ferraz

Reetwerder wird autofrei: Ein großer Schritt für mehr Lebensqualität und Klimaschutz in Bergedorf

Bergedorfs Reetwerder steht vor einer historischen Veränderung. Als GRÜNE Fraktion haben wir gemeinsam mit SPD und LINKEN die Weichen für eine moderne und lebenswerte Umgestaltung der Gründerzeitstraße gestellt. Ab spätestens 2027 wird der mittlere Abschnitt autofrei und zu einem Ort der Begegnung, des Grüns und der Entspannung. Statt parkender Autos entsteht ein neuer Mittelpunkt mit begrünten Flächen, Bäumen, Sitzgelegenheiten sowie Platz für Außengastronomie und kulturelle Angebote.

Dieter Polkowski betonte als stadtentwicklungspolitischer Sprecher, dass die Planung eine breite Mehrheit bei den im Reetwerder wohnenden Menschen und bei den meisten Gewerbetreibenden vor Ort gefunden hat. Das zeigt, dass der Wunsch nach mehr Aufenthaltsqualität und weniger Durchgangsverkehr groß ist.

Für uns GRÜNE ist der Beschluss ein zentraler Erfolg auf dem Weg zu einer klimagerechten und menschenfreundlichen Stadt. Mit 7:6 Stimmen im Stadtentwicklungsausschuss wurde deutlich, dass es möglich ist, überholte autozentrierte Konzepte zu überwinden. Öffentliche Räume gehören den Menschen.

Auf 100 Metern wird die Straße neu gestaltet, entsiegelt und einheitlich gepflastert. Das verbessert das Mikroklima und stärkt den Klimaschutz. Rettungskräfte und Anwohner:innen bleiben selbstverständlich erreichbar. Mit rund 770 000 Euro aus dem Bundesprogramm RISE wird dieses Projekt finanziert und ist ein wichtiger Baustein des Bergedorfer Innenstadtkonzepts.

Wir freuen uns darauf, diesen Prozess weiter zu begleiten und setzen uns auch in Zukunft für eine Stadt ein, in der Menschen gerne leben, sich begegnen und wohlfühlen.

Shout-Out: Engagement vor Ort

Bild: Pia Scherhaufer

VuM Wald e. V. 

VuM Wald e. V. ist ein eingetragener Verein aus den Vier- und Marschlanden, der vor gut vier Jahren gegründet wurde. Monatlich treffen sich die Mitglieder, um konkrete Schritte für mehr Klima-, Natur- und Artenschutz in der Region zu planen und umzusetzen. 

Der dramatische Verlust der Biodiversität hängt maßgeblich mit der aktuellen Flächennutzung zusammen.Durch Pflanzaktionen und eine naturnahe Gestaltung von Flächen wird die ökologische Wertigkeit erhöht und es entstehen artenreiche, CO₂-speichernde Lebensräume direkt vor unserer Haustür.Ursprünglich war das Ziel klar, einen Wald in den Vier- und Marschlanden zu pflanzen. Heute steht „Wald" sinnbildlich für eine größere Vision aus vielen Ideen, gemeinsamem Engagement und solidarischem Handeln. Fachliche Beratung kam vom NABU Bergedorf. 

Um die geleistete Arbeit langfristig zu sichern, fanden die Pflanzaktionen bisher auf einem solidarisch erworben Grundstück der Tomatenretter e. V. sowie auf einem Grundstück eines Mitglieds statt. Gesetzt wurden zahlreiche heimische Arten, darunter Linden, Eichen, Weiden, Holunder, Mirabelle, Wildrose, Esskastanie und viele weitere. Schülerinnen und Schüler der Klimaschule Bergedorf und einer Grundschule packten tatkräftig mit an.

Die gesammelten Erfahrungen auf den bestehenden Flächen sowie der intensive Austausch mit Expertinnen und Experten fließen bereits in die Planungen einer Pflanzaktion und einer Veranstaltung in 2026 ein. Natur- und Klimaschutz beginnen vor der eigenen Haustür und wachsen mit jeder gepflanzten Idee.

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Bild: Henning Angerer

Fundiert fachlich - Aus dem Fachausschuss für Bauangelegenheiten

Im Ausschuss für Bauangelegenheiten geht es weniger um politischen Einfluss als oft vermutet. Im Mittelpunkt steht die Beurteilung von Befreiungsanträgen für Bauvorhaben vom geltenden Planungsrecht. Da es sich meist um private Vorhaben handelt, werden diese aus Datenschutzgründen im nichtöffentlichen Teil behandelt. Die Verwaltung stellt die Anträge mit fachlicher und rechtlicher Bewertung vor, der Ausschuss diskutiert und beschließt.

Bebauungspläne sind oft mehrere Jahrzehnte alt und nicht mehr zeitgemäß. Moderne Ziele wie klimagerechtes Bauen, Nutzungsmischung und ein sparsamer Umgang mit Flächen finden darin kaum Berücksichtigung. Um aufwändige Planverfahren zu vermeiden, sieht das Baugesetzbuch Befreiungsmöglichkeiten vor, solange die Grundzüge des Bebauungsplans erhalten bleiben.

In den Vier- und Marschlanden gibt es keine flächendeckenden Bebauungspläne. Der sogenannte Außenbereich wird durch §35 BauGB geregelt, was Zersiedelung verhindert und Natur sowie Landwirtschaft schützt.

Mit dem sogenannten Bauturbo soll der Wohnungsbau beschleunigt werden. Genehmigungsfristen wurden verkürzt und Befreiungsmöglichkeiten erweitert. Für die Vier- und Marschlande beobachten wir diese Entwicklung kritisch, denn eine stärkere Zersiedelung der Landschaft muss verhindert werden.

Euer Team im Fachausschuss für Bauangelegenheiten:
Anke Bendt-Soetedjo, Kai Zimmermann, Dieter Polkowski und Alexander Odinzow

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Bild: unsplash.com

Vorgemerkt: Termine für dich

  • Dienstag, 24.02.26 - Sitzung des Jugendhilfeausschusses
  • Mittwoch, 25.02.26 - Sitzung des Fachausschusses für Bauangelegenheiten
  • Donnerstag, 26.02.26 - Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf
  • 02.03.26 - 11.03.26 - Sitzungsfreie Zeit

Neugierig auf mehr?

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GRÜNE Fraktion Bergedorf
Lenka Brodbeck und Nils Potthast
Töpfertwiete 28
21029 Hamburg
Deutschland

+49 4072692107
fraktionsbuero@gruene-bergedorf.de
www.gruene-bergedorf.de