Straßenbenennung im Innovationspark: Gute Verfahren, bessere Sichtbarkeit
Straßennamen prägen das öffentliche Gedächtnis über Generationen und entscheiden, welche Geschichten und Persönlichkeiten sichtbar werden. Lenka Brodbeck setzt sich für die GRÜNE Fraktion seit drei Jahren dafür ein, das Verfahren zur Straßenbenennung transparenter und fachlich fundierter zu gestalten. Ziel ist, dass Institutionen wie die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, die AG Gedenken oder wissenschaftliche Einrichtungen des Innovationsparks bereits vor der politischen Beratung Vorschläge einbringen können.
Ein wichtiges Anliegen ist zudem die geschlechtergerechte Sichtbarkeit. In Hamburg sind Straßenbenennungen nach wie vor unausgewogen, der überwiegende Teil geht auf Männer zurück, während Frauen historisch unterrepräsentiert bleiben. Deshalb ist es wichtig, bei neuen Benennungen gezielt weibliche Biografien mit wissenschaftlicher, gesellschaftlicher oder erinnerungskultureller Bedeutung zu berücksichtigen.
Dass ein offeneres Verfahren Ergebnisse bringen kann, zeigt der Innovationspark selbst. Auch auf unser Bemühen hin schlägt das CC4E der HAW Hamburg Prof. Dr. Werner Beba vor, der den Energie-Campus Bergedorf prägte.
Parallel dazu liegen seit Jahren Vorschlagslisten der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und der AG Gedenken vor, die die GRÜNE Fraktion initiiert hat und die weibliche Biografien enthalten.
Der Innovationspark bietet die Chance, neue Maßstäbe zu setzen, für transparente Verfahren, fachliche Qualität und mehr Vielfalt.
|