Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
Platzhalter
Bild: Henning Angerer

Fraktion aktuell - September 2026

Liebe Freund*innen, liebe Interessierte,

die Sommerpause ist vorbei, der Sommer noch nicht. Der politische Betrieb in der Bezirksversammlung ist nach der sitzungsfreien Zeit in den Hamburger Sommerferien wieder angelaufen: Die ersten Ausschusssitzungen finden statt, Anträge werden beraten und neue Themen auf den Weg gebracht. Gleichzeitig beschäftigen uns weiterhin die Fragen, die uns durch diesen Sommer begleitet haben: Wie schaffen wir sichere Orte an unseren Seen? Wie stärken wir unsere Stadtteile und Vereine? Und wie begegnen wir gesellschaftlichen Herausforderungen vor Ort?

Für uns als GRÜNE Fraktion heißt das: anpacken, zuhören und dranbleiben – auch wenn die Ferien vorbei sind. Der Herbst darf kommen!

Lenka & Nils 🌻

Platzhalter
Bild: Henning Angerer
Platzhalter
Bild: Henning Angerer

Rathaus konkret - Das Wichtigste für euch aus der Bezirksversammlung

In der Augustsitzung der Bezirksversammlung stand für uns die Sicherheit vor Ort im Mittelpunkt. 

Nach dem Tod eines Jugendlichen am Allermöher See haben wir gemeinsam mit der Fraktion DIE LINKE ein Präventionskonzept beantragt, mit mehrsprachigen Informationen für Familien, Sensibilisierung über Schulen und Jugendhäuser und zusätzlichen Schwimmangeboten. Beschlossen wurden am Ende nur die Überprüfung der Warnhinweise und eine sichtbare Abgrenzung der Nichtschwimmerbereiche. Dass Aufklärung und Schwimmangebote keine Mehrheit fanden, halten wir für eine vertane Chance. 

Für die Clara-Grunwald-Schule fordern wir einen Zebrastreifen am Wilhelm-Osterhold-Stieg, ein Wartehäuschen an der Haltestelle Marie-Henning-Weg und rot eingefärbte Überfahrten an der Hainbuchenallee. 

Gemeinsam mit CDU und SPD bringen wir zudem einen Verkehrsversuch am Hauptdeich auf den Weg, der Rennradunfälle verhindern soll. 

Bei den Antworten der Behörden bleibt vieles offen. Die Radroute 2 wird vor dem Ausbau zur Radroute Plus ab den 2030er Jahren nicht saniert. Die Wechselbepflanzungen im Bezirk kosten jährlich rund 82.000 Euro, ökologische Alternativen prüft das Bezirksamt nicht. Am Ritterburg-Spielplatz in Neuallermöhe kommen neue Geräte erst 2027. 

Neu gefragt haben wir nach der Busanbindung ins Landgebiet nach der 6. Schulstunde und nach der seit 2022 beschlossenen Beleuchtung des Neuallermöher Querwegs.

Bild: unsplash.com
Mehr Sicherheit an Bergedorfs Seen

Badeunfälle sind kein Randthema. Gerade in einem kinder- und familienreichen Stadtteil wie Neuallermöhe verbringen im Sommer viele Menschen ihre Freizeit an den Seen. Gleichzeitig führen zunehmende Hitzewellen dazu, dass die Gewässer noch stärker genutzt werden. Die tragischen Badeunfälle der vergangenen Jahre – zuletzt der Tod eines 15-Jährigen am Neuallermöher See – zeigen, wie wichtig Prävention und Sicherheit sind.


Wir haben deshalb einen Antrag  eingebracht, der das Thema bewusst breiter angeht. Natürlich ist es wichtig, Kindern Schwimmen beizubringen und Wasserkompetenz zu fördern. Deshalb wollen wir gemeinsam mit dem Verein Sicheres Wasser e.V. (SiWa) prüfen, wie zusätzliche Schwimm- und Wasserkompetenzangebote über Jugendhäuser ermöglicht und durch den Bezirk unterstützt werden können.

Aber unsere Verantwortung endet nicht beim Schwimmunterricht. Wir wollen auch die Sicherheit an den Gewässern selbst verbessern und die Arbeit der Vereine stärken, die sich mit Wasserrettung und Lebensrettung beschäftigen. Dazu gehören bessere Informationen für Familien und Jugendliche, ein verlässliches Sicherheitskonzept für die Seen und eine funktionierende Sicherheitsinfrastruktur.

Mit unserem Antrag konnten wir bereits konkrete Verbesserungen erreichen: Der Bezirk soll die Warn- und Hinweisschilder an den Gewässern überprüfen und verbessern. Außerdem soll am Neuallermöher See während der gesamten Badesaison die Trennung von Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich durch Bojen und Ketten klar erkennbar und vollständig vorhanden sein. Fehlende oder beschädigte Markierungen sollen zeitnah ersetzt werden.

Damit ergänzen wir die bisherige Antragslandschaft um einen wichtigen Baustein: Schwimmen lernen ist lebenswichtig – aber ebenso wichtig ist, dass unsere Seen sicherer werden und die Menschen wissen, wie sie sich dort sicher verhalten und im Notfall helfen können.

👉 Zu unserem Antrag
Bild: Henning Angerer
Kopf hoch reicht nicht: Jetzt muss gehandelt werden!

Der ca. 30 km lange Hauptdeich bietet nahezu ideale Trainingsbedingungen: keine Ampeln, keine Kreuzungen und kein Rechts-vor-links-Verkehr. Doch manche Rennradfahrende geraten so stark in den Trainingsmodus, dass sie vergessen: Der Deich ist keine Rennstrecke, sondern eine öffentliche Straße. Wer den Blick zu lange senkt und im Trainingsmodus verharrt, bemerkt geparkte Autos erst, wenn es zu spät ist. Die Folgen sind schwere, teils tödliche Unfälle. Zu viele!

Dabei gilt: Viele Rennradfahrende sind aufmerksam und rücksichtsvoll. Auch die Polizei leistet mit Kontrollen, Gesprächen und der Aktion "Kopf hoch" wichtige Präventionsarbeit. Radsportvereine werben für Fairness und führen Kinder und Jugendliche verantwortungsvoll an den Sport heran.

Die "Kopf hoch"-Schilder erreichen gerade diejenigen kaum, die nach unten schauen. Deshalb haben wir GRÜNE gemeinsam mit SPD und CDU einen Verkehrsversuch beantragt: Farbige Fahrbahnmarkierungen, Piktogramme und fühlbare Rüttelstreifen sollen die Aufmerksamkeit wecken. "Diese Hinweise können für die, die im Trainingsmodus verharren, den entscheidenden Impuls geben: Kopf hoch!"

Für uns als GRÜNE Fraktion ist klar: "Es muss gehandelt werden. Wir nehmen die Sorgen ernst." Erste Maßnahmen für mehr Sicherheit müssen schnell umgesetzt werden.

Im Austausch mit allen Beteiligten müssen weitere Maßnahmen zwingend folgen. Denn: "Wir wollen kein Gegeneinander. Wir wollen wache Augen, Rücksicht und weniger Unfälle." Gemeinsam wollen wir die Straßen und Wege der Vier- und Marschlande für alle sicherer machen.

Wir bleiben dran - im Ausschuss für Verkehr und Inneres zusammen mit dem Regionalausschuss.

👉 Zum Antrag

Was bewegt Bergedorf?

Bild: privat
Clusterwohnen

Im Rahmen der Sommertour waren Leon Meyer und Anke Bendt-Soetedjo bei der gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Bergedorf-Bille zu Besuch, um aufgrund aktuell anstehender Umbauarbeiten der alten Geschäftsstelle als Clusterwohnraum das Thema zu besprechen.

Clusterwohnen ist eine moderne Form der Wohngemeinschaft. Jede Person oder Familie hat ein eigenes kleines Apartment mit Bad und meist einer Küchenzeile, also einen vollwertigen Rückzugsort. Dazu kommen großzügige Gemeinschaftsflächen, etwa eine Wohnküche, ein Arbeitszimmer, eine Werkstatt oder eine Dachterrasse, die alle zusammen nutzen. So braucht die einzelne Wohnung weniger Fläche, während der Wohnwert insgesamt steigt. Cluster eignen sich für sehr unterschiedliche Menschen, für Ältere ebenso wie für Alleinerziehende, Studierende oder Menschen nach einer Trennung.

Frau Sabine Brahms und Herr Marko Lohmann erläuterten die Chancen die in diesem Projekt stecken aber auch die Schwierigkeiten bei der Umsetzung.

Der neue Hamburg-Standard hilft schon um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern, jedoch wünscht man sich von der Politik noch mehr Entgegenkommen damit die Auflagen in bestimmten Bereichen gelockert werden, denn dadurch könnten sich noch viel mehr Möglichkeiten zur Umnutzung vorhandener Bauten ergeben.

Wir GRÜNE wollen Clusterwohnen bzw. Wohngemeinschaften fördern, sieht man doch wie positiv sich dieses auf das Umfeld auswirkt und ebenso der Einsamkeit entgegenwirkt. 
Bild: Henning Angerer
Kurt-A.-Körber-Chaussee: Ein neuer Raum mit großem Potenzial für Bergedorf

Mitten in Bergedorf entsteht Neues. Rund 45 Hektar zwischen der Kurt-A.-Körber-Chaussee, der Bille und den Bahngleisen stehen vor einem Neuanfang. Grund ist der Umzug von Körber Technologies in den Innovationspark Bergedorf, der Ende 2026 fertig sein und ab 2027 Hauptsitz für rund 2200 Mitarbeitende werden soll. Dadurch werden etwa zwölf Hektar im Herzen unseres Bezirks frei.

Ein so großes zusammenhängendes Areal in dieser Lage wird selten frei. Hier liegt die Chance auf ein lebendiges Quartier, in dem Wohnen, Arbeiten, Grünflächen, soziale Infrastruktur und kurze Wege zusammenkommen. Klimaanpassung und nachhaltige Mobilität sind zentrale Themen des Rahmenplans.

Damit daraus ein Gewinn für ganz Bergedorf wird, kommt es auf die Beteiligung an. Grundeigentümer*innen wurden bereits einbezogen, an der Ideenwerkstatt mit Fachleuten haben auch wir als GRÜNE Fraktion teilgenommen. Am 28. August folgte die öffentliche Auftaktveranstaltung in den Räumen der HAW, weitere Termine kommen.

Mehrere Planungsteams werden anschließend konkurrierend Ideen für das Areal zwischen Bille und Bahnlinie von der B5 bis zum Unteren Landweg erarbeiten. Aus den besten entsteht der Rahmenplan. Wer nicht zu den Veranstaltungen kommen kann, kann sich online informieren und einbringen.

Bis zum 11. September 2026 lassen sich Wünsche online einreichen. Sie fließen in die Aufgabenstellung für die Rahmenplanung ein. Wir begleiten den Prozess eng und setzen uns dafür ein, dass die Stimmen der Bürger*innen gehört werden.

Shout-Out: Engagement vor Ort

Bild: Pia Scherhaufer

Lebensretter*innen gesucht!

Wer sorgt eigentlich für Sicherheit an unseren Bergedorfer Badestellen? Hinter der Badeaufsicht stehen engagierte Vereine und viele Ehrenamtliche. Ein großer Dank geht deshalb an die DLRG Bergedorf und Sicheres Wasser e. V. (SiWa)!

In der Saison 2026 übernahm die DLRG Bergedorf erstmals die Badewacht am See Hinterm Horn. Auch am Hohendeicher See ist die DLRG im Einsatz. SiWa übernahm wiederholt die Badeaufsicht am Allermöher See und im Freibad Altengamme. 

Die Bezirksversammlung und unsere GRÜNE Fraktion ganz vorne, unterstützt die wichtige Arbeit der Vereine auch finanziell durch entsprechende Zuwendungen. Denn eine verlässliche Badeaufsicht und Wasserrettung brauchen nicht nur engagierte Menschen, sondern auch die notwendige Ausstattung und Strukturen.

Doch solche Angebote funktionieren nur mit Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Wer gut schwimmen kann, kann selbst Rettungsschwimmer:in werden und sich bei DLRG oder SiWa engagieren. Die Ausbildung vermittelt wichtige Fähigkeiten für den Ernstfall und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, sich ganz konkret für die Sicherheit anderer einzusetzen.

Gerade an unseren Bergedorfer Seen ist dieses ehrenamtliche Engagement unverzichtbar. Deshalb wollen wir auch die Vereine stärken, die sich für Wasserrettung und Lebensrettung in unserem Bezirk einsetzen.

Shout-out an alle Rettungsschwimmer:innen von DLRG und SiWa, die ihre Freizeit für die Sicherheit anderer einsetzen! Und vielleicht ist das ja auch etwas für dich?


👉 DLRG Bergedorf
👉 Sicheres Wasser e. V. 

Platzhalter
Bild: Henning Angerer

Fundiert fachlich - Aus dem Fachausschuss für Sport und Bildung

Der Ausschuss für Sport und Bildung berät über Nutzung, Vergabe und Instandhaltung der bezirklichen Sportanlagen, über Bauvorhaben der Vereine und über Veranstaltungen wie das Rathaus- und Stadtfest, die Feriensportaktionen und die Sportlerehrung.

Uns geht es dabei vor allem um Qualität, Förderung und Zukunft der Sportstätten. Welche Anlage ist noch in einem Zustand, in dem Vereine und Schulen gut arbeiten können, wo lohnt sich eine Sanierung und wofür reicht das Geld am Ende wirklich. Ein Beispiel ist der künftige Sport- und Bewegungspark am Ladenbeker Furtweg, bei dem bis heute weder eine Toilette noch die Zuständigkeit für die Reinigung geklärt sind.

Besonders am Herzen liegt uns eine ausgewogene Förderung von Mädchen und Jungen. Hallenzeiten, Plätze und Vereinsangebote sind in der Praxis oft ungleich verteilt. Wir wollen deshalb genauer wissen, wer die Sportflächen im Bezirk tatsächlich nutzt, und dafür sorgen, dass Mädchen nicht hinten anstehen.

Der zweite Teil des Ausschusses ist die Bildung. Hier begleiten wir die Herausforderungen im Bezirk, von wachsenden Schülerzahlen und neuen Schulstandorten über sichere Schulwege bis zu Projekten wie Schule mit Recht, das Jugendliche über ihre Rechte und den Schutz im Netz aufklärt und das wir auf unseren Wunsch in den Ausschuss geholt haben.

Euer Team im Fachausschuss für Sport und Bildung:
Jan Vlamynck, Nancy Granström, Lenka Brodbeck und Joachim Lentfer

Platzhalter
Bild: unsplash.com

Vorgemerkt: Termine für dich

  • Montag, 07.09.26 - Sitzung des Fachausschusses für Verkehr und Inneres
  • Dienstag, 08.09.26 - Sitzung des Regionalausschusses
  • Mittwoch, 09.09.26 - Sitzung des Fachausschusses für Wirtschaft, Handel und
  • Tourismus
  • Donnerstag, 10.09.26 - Sitzung des Hauptausschusses
  • Dienstag, 15.09.26 - Sitzung des Unterausschusses für Bauangelegenheiten
  • Mittwoch, 16.09.26 - Sitzung Fachausschusses für Umwelt und Klimaschutz
  • Dienstag, 22.09.26 - Sitzung des Jugendhilfeausschusses
  • Mittwoch, 23.09.26 - Sitzung des Fachausschusses für Bauangelegenheiten
  • Donnerstag, 24.09.26 - Sitzung der Bezirksversammlung Bergedorf
  • Donnerstag, 01.10.26 - Sitzung des Hauptausschusses

Neugierig auf mehr?

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.
GRÜNE Fraktion Bergedorf
Lenka Brodbeck und Nils Potthast
Töpfertwiete 28
21029 Hamburg
Deutschland

+49 4072692107
fraktionsbuero@gruene-bergedorf.de
www.gruene-bergedorf.de